Landwehr setzt auch in Most den Aufwärtstrend fort

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Landwehr setzt auch in Most den Aufwärtstrend fort

Most (01.-03. September 2017)

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Nach dem Doppelsieg in der Rookie-Wertung und den guten Platzierungen in der Gesamtwertung am Nürburgring reiste das Team rund um Kevin Landwehr mit hoher Zuversicht in das tschechische Most. Dieses Wochenende fand der Renault Clio Cup Central Europe im Rahmenprogramm des Czech Truck Prix statt, wo man mit rund 100.000 Zuschauern rechnete.

Am Donnerstag vor der Veranstaltung nutze das Team Schlaug Motorsport mit dem Meller Tourenwagenpiloten Kevin Landwehr einen Testtag des Autodrom Most, um erste Erfahrungen auf der noch recht unbekannten Rennstrecke zu sammeln. In den offiziellen freien Trainings am Freitag regnete es ununterbrochen und auf der Strecke sammelte sich das Wasser, sodass schwere Bedingungen herrschten. Einige Mitbewerber schlugen sogar in die Streckenbegrenzung ein und zerstörten ihre Fahrzeuge.

Landwehr fuhr nicht alle Trainings komplett mit, um die Regenreifen und das Auto zu schonen, denn für den Samstag und Sonntag prognostizierte der Wetterbericht gute und trockene Bedingungen. Dennoch fühlte sich Landwehr wohl auf der nassen Fahrbahn und war sich sicher, dass noch mehr drin gewesen wäre. „Aber mit den Plätzen 7, 4 und 10 in den drei Trainingssessions bin ich dennoch zufrieden auf der neuen Strecke“, so Landwehr.

Am Samstagmorgen stand schon die Sonne über dem Autodrom Most, sodass das Qualifying und das erste Rennen bei besten Bedingungen absolviert werden konnten. Die Mannschaft rund um Fahrer Kevin Landwehr entschied, den ersten Versuch mit gebrauchten Reifen anzugehen, um möglicherweise gegen Ende der Session noch einmal mit neuen Reifen angreifen zu können. Die ersten fünf Minuten verliefen sehr durchwachsen für Landwehr, so stand zunächst Platz 8 auf dem Zeitenmonitor. Doch im weiteren Verlauf kam es zu vier Rot-Phasen, wodurch eine Verbesserung nicht mehr möglich war. "Unser Speed passt und ich bin sicher, dass wir uns in den Rennen noch ein paar Plätze nach vorne arbeiten können", so Landwehr zu seinem Team.

Der Start in das erste Rennen verlief recht gut und Kevin Landwehr konnte sich schon nach den ersten Kurven auf die sechste Position vorkämpfen. Gegen Mitte des Rennens kam es dann zu einer leichten Kollision mit einem Mitbewerber, die Landwehr zwei Positionen kostete. Durch eine Kollision in der Führungsgruppe und einem Überholmanöver konnte Landwehr am Ende Platz 6 für sich behaupten.

Am Sonntag ging der Meller ebenfalls von der 8. Startposition in das zweite Rennen, das ebenfalls bei perfekten Bedingungen ausgetragen wurde. Am Start konnte er trotz harter Angriffe den 8. Platz verteidigen, doch im Laufe der ersten Runde kam es zu einigen Überholmanövern und somit schloss Landwehr die erste Rennrunde als 6. ab.In den nachfolgenden Runden hieß es für den Meller Rennfahrer die entstandene Lücke zu der Führungstruppe zu schließen. Das wurde durch eine Safety Car-Phase begünstigt, die es ihm ermöglichte, den Anschluss an die Führungsgruppe zu halten.

Der Restart und die anschließenden Runden hatten es in sich: Nach einem missglückten Überholmanöver musste Landwehr leider durch das Kiesbett fahren und verlor seinen bisher gut erkämpfen 6. Platz und fiel auf die 9. Position zurück. Doch sein guter Rennspeed, der durch die drittschnellste Rundenzeit unterstrichen wurde, und gute Überholmanöver bescherten Kevin Landwehr am Ende wieder einen überzeugenden 6. Gesamtrang.

Durch die beiden 6. Plätze verbesserte sich Landwehr auf die 8. Position von insgesamt 38 Fahrern in der Gesamtwertung.

Alles in allem wieder ein sehr positives Rennwochenende für den Meller, der sich nun auf das Saisonfinale am Hockenheimring (22.-24.09.) vorbereitet. Vorab geht es noch einmal zum Testen: „Wir wollen beim letzten Rennen noch einmal voll angreifen können und gut gewappnet sein", betonte der 20-jährige Rennfahrer abschließend sehr motiviert.

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