Tjark-Ole Hintzler: Stark gekämpft in Ückermünde

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Tjark-Ole Hintzler: Stark gekämpft in Ückermünde

28 Starter, Sonne pur 27 Grad und eine tiefe Sandstrecke, die nach kürzester Zeit zu einer schwierig fahrbaren Mondlandschaft wurde und viel Staub und Sand mit sich brachte. Zum Lauf der Deutschen Jugend Motocross Meisterschaft war Förderkandidat Tjark-Ole Hintzler mit komplett neu aufgesetztem Motor am Start. Somit steht sein Motocross-Motorrad technisch denen der Konkurrenten in keinsterweise nach.

Zur Unterstützung hatte Hintzler in Ückermünde seinen eigenen Fanclub dabei. Viele Verwandte und Freunde wohnen an der Ostsee und ließen es sich nicht nehmen, den Nachwuchspiloten vor Ort zu supporten. Hoch motiviert ging er daher in das Freie Training und das sah man ihm auch an. Locker und flüssig ging es über den Track, das Motorrad schnurrte und Hintzler fühlte sich wohl. Mit Platz 13 war er gut zufrieden.

In der Qualifikation sah es dann noch besser aus für den Crosser des ADAC Weser-Ems. Die Strecke wurde schwieriger, aber Hintzler konnte sich dennoch weiter verbessern. Mit Platz 12 ging er dann mit einem gutem Gefühl ins Rennen.

Ein bisschen verhalten aus dem Gatter gekommen, fuhr er auf die erste Kurve zu. „Genau dort sah man ihm doch seine Erfahrung an. Er fuhr die perfekte Linie und konnte sich auf Platz 8 einreihen und dann ging es auf den ganzen Track“, so Sascha Hintzler, Vater von Tjark-Ole. Die Position konnte Hintzler lange halten, bis ein langsamerer Fahrer zu Fall kam, der Streckenposten sich falsch verhielt und die Unfallstelle nicht absicherte. Hintzler fuhr dann mit hoher Geschwindigkeit in den Fahrer rein und stürzte über den Lenker. Dadurch verlor er 10 Plätze, reihte sich auf Platz 18 wieder ein und fuhr in kürzester Zeit voller Kampfgeist wieder auf Platz 12 vor, was aufgrund der hohen Außentemperaturen Respekt verdient.

Doch kurz vor Ziel ging dann das Cross-Motorrad aus unerklärlichem Grund aus. Hintzler versuchte alles und bekam das Motorrad dann doch wieder an. Erst später konnte ein Wackelkontakt diagnostiziert werden. Leider kostete ihn das Platz 12 und er rutschte auf 17 ab.

Diesmal klappte der Start besser und Hintzler ging gleich als 11. auf die Strecke. In einer kleinen Gruppe kämpfte er um Platz 10-12. Er wollte auf 10, hatte aber noch den Fahrer von Platz 12 im Nacken. Leider kam Hintzler zu Fall und die Gruppe war schnell weg. Er verletzte sich an der Schulter und versuchte die Gruppe wieder aufzufahren, doch beim Überholen einiger Fahrer stürzte er in der vorletzten Runde noch einmal schwer. Daraufhin hatte er enorme Schmerzen in Schulter und Knie. Der Lenker, Gabel und die Vorderradbremse war krumm. „Er versuchte noch selbst den Lenker und die Gabel zu richten, aber der kleine Kerl schaffte es leider nicht ohne fremde Hilfe. Er fuhr dann seine Runden noch so gut wie es ging zu Ende und rettete noch Platz 19 ins Ziel“, fasste Vater Hintzler zusammen.

Ärgerlich war für Hintzler eigentlich, dass er seine sehr gute Fahrleistung und körperliche Fitness durch die Stürze nicht mit einem guten Ergebnis unterstreichen konnte. „Ich denke aber, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Die letzten beiden Nordcup Rennen habe ich mit einem Podium-Platz und Platz 4 beendet. In der Niedersachsenmeisterschaft stehe ich derzeit auf Platz 1 der Wertung und habe mich sich wieder für die Cross-Finals qualifiziert. Darauf freue ich mich schon sehr“, so der Förderpilot. „Leider werde ich am EM Rennen in Holland nicht teilnehmen können. Ich muss erst einmal meine Schulter und mein Knie auskurieren. Im Moment heisst es: Zwangspause und regenerieren“, ergänzt Hintzler.

Text: Sascha Hintzler

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