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ADAC Luftrettung in Weser-Ems: Gut 2500 Duelle gegen die Zeit

20.02.2024

In der Region Weser-Ems fliegen zwei Gelbe Engel namens „Christoph 6“ und „Christoph 26“. Sie haben keine Flügel, doch dafür Rotorblätter. Die beiden Hubschrauber starten von den ADAC Rettungsstationen in Bremen und Sanderbusch aus in die Lüfte. Ihr Leitspruch lautet: „Gegen die Zeit und für das Leben“. Denn gerade bei schweren Verletzungen gilt, je schneller Patientinnen und Patienten in eine geeignete Klinik transportiert oder vom Notarzt versorgt werden, desto besser sind ihre Überlebenschancen. Die Rettungskräfte benötigen durchschnittlich etwa 30 Minuten vom Start bis zur Ersten Hilfe. Das zeigt die Jahresbilanz 2023 der ADAC Luftrettung. Hieraus geht ebenso hervor: Zum Duell „fliegende Helfer versus tickende Uhr“ kommt es im Weser-Ems-Gebiet gut 2500 Mal im Jahr.

 

„Christoph 6“ flog im vergangenen Jahr von Bremen aus zu 1064 Einsätzen, „Christoph 26“ hob aus Sanderbusch zu 1415 Einsätzen ab. Zwar übertreffen die Einsatzzahlen nicht jene aus dem Rekordjahr 2022, doch das Pensum der fliegenden Gelben Engel der Region Weser-Ems ist nach wie vor auf hohem Niveau: Häufigster Einsatzgrund waren im Jahr 2023 Verletzungen nach Unfällen (Flüge ab Bremen: 36 Prozent, Flüge ab Sande: 33 Prozent). Dazu zählen Freizeit-, Sport-, Arbeits-, Schul- und Verkehrsunfälle. Dahinter folgen Notfälle des Herz-Kreislauf-Systems wie Herzinfarkte und Herzrhythmusstörungen (ab Bremen: 29 Prozent, ab Sande 22 Prozent). Am dritthäufigsten diagnostizierten die Lebensretter aus der Luft neurologische Notfälle wie zum Beispiel einen Schlaganfall (ab Bremen: 13 Prozent, ab Sande 16 Prozent). Die übrigen Einsatzzahlen verteilen sich auf die Kategorie „Sonstige Notfälle“, die unter anderem geburtshilfliche Notfälle beinhaltet, Notfälle des Atmungssystems wie akute Atemnot oder Asthma und internistische Erkrankungen.

Bundesweit pro Tag mehr als 140 Alarmierungen

Deutschlandweit rückten die ADAC Rettungshubschrauber im vergangenen Jahr zu insgesamt 51.347 Notfällen aus. Das entspricht pro Tag im Durchschnitt mehr als 140 Alarmierungen. Mit dieser hohen Einsatzdichte überschritten die fliegenden Gelben Engel zum zehnten Mal in Folge die 50.000er-Marke. Die Gesamtzahl der Rettungsflüge nahm jedoch – genau wie im Weser-Ems-Gebiet – erstmals seit vielen Jahren ab: um 4328 Notfälle oder Minus 7,8 Prozent gegenüber der Jahresbilanz 2022. Als Gründe für den bundesweiten Rückgang der Einsätze sieht die ADAC Luftrettung neben normalen Einsatzschwankungen und wetterbedingten Flugausfällen auch erste Auswirkungen der Mitte 2022 erweiterten Behandlungsbefugnisse für Notfallsanitäter sowie den zunehmenden Einsatz von Telenotärzten. Beides wirke sich positiv auf regionale Überlastungen des bodengebundenen Rettungsdienstes sowie den weit verbreiteten Notarztmangel aus. Die Zahl der Fälle, in denen der Rettungshubschrauber bei einem Notfall das einzig verfügbare Rettungsmittel ist, nehme so ab.

Bedeutung von Windeneinsätzen nimmt zu – auch für „Christoph 26“

Spezialeinsätzen mit der Rettungswinde hatten im Jahr 2023 einen hohen Stellenwert. Mit 546 Windeneinsätzen bundesweit nahmen jene Einsätze um 45 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zu. Das Plus resultiert unter anderem aus den erweiterten Einsatzmöglichkeiten mit der Winde bei Notfällen in der Stadt und bei schwer erreichbaren Einsatzorten in ländlichen Regionen. Als Windenstation mit 24-Stunden-Betrieb und Night-Vision-Kompetenz ist Sanderbusch eine der leistungsstärksten und derzeit modernsten Hubschrauberstationen der ADAC Luftrettung. Aufgrund seines Standorts nahe der Nordsee, stellt der Helikopter unter anderem die medizinische Versorgung für die ostfriesischen Inseln sicher. Auch bei Notrufen von der Nordseeinsel Helgoland rückt „Christoph 26“ aus. Neben der Windenstation in Sande existieren weitere in den bayrischen Städten München, Murnau und Straubing, im rheinland-pfälzischen Westpfalz sowie seit Kurzem in Hamburg. Weitere Informationen zur ADAC Luftrettung gibt es hier.

Foto: Philip Bockshammer

 

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